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Bericht zu den Energiewendedemonstrationen am 22. und 26. März in Kiel

Veröffentlicht von Hans (hans) am Mar 31 2014
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Die Forderungen der Demonstrierenden lauteten: Die Energiewende energisch vorantreiben, so dass wir endlich aus der atomaren und fossilen Energienutzung aussteigen können. Dazu alle Atomanlagen und Kohlekraftwerke abschalten; Fracking, also Förderung von Erdgas und Erdöl mit Hilfe von umweltriskanten Chemikalien, verbieten!

So wie in Kiel demonstrierten in 7 weiteren Städten bundesweit insgesamt 30 000 Menschen an diesem Sonnabend.

Die Fukushima Mahnwache hatte zu dieser Demo ein Schwungtuch mit aufgemalten Windrädern um eine Antiatomsonne mitgebracht, um mit dem Spruch “Wind weht, Sonne scheint, Atomkraft tötet!“ Bewegung in die Menge zu bringen. Das sollte auch die Zusammengehörigkeit der Themen Atomausstieg und Energiewende bildlich symbolisieren.

Schon am darauf folgenden Mittwoch bot sich eine weitere Gelegenheit, dieselben Forderungen an den hoffentlich richtigen Mann zu bringen. Spontan beteiligten sich Mitglieder der Fukushima Mahnwache Schönberg zusammen mit anderen über das Internet aktivierten Mitbürgern morgens um 9 Uhr an einer Aktion der Umwelt- und Demokratie-Organisation campact vor der Staatskanzlei in Kiel. Ministerpräsident Albig wurden ein goldener Taschenrechner und über 200.000 Unterschriften von Menschen überreicht, die die Ministerpräsidenten der Länder auffordern, bei den in der nächsten Woche beginnenden Verhandlungen Bundeswirtschaftsminister Gabriel von seinem Plan, die Energiewende zu bremsen, abzubringen. Der Taschenrechner sollte symbolisieren, dass Albig als bislang einziger Ministerpräsident in der Lage ist, realistische Berechnungen zu den Kosten der Atom- und Kohleenergie einerseits und denen der Energiewende andererseits anzustellen und dies auch öffentlich deutlich zu machen. Ministerpräsident Albig bedankte sich bei allen Teilnehmern der Aktion für ihren Einsatz und hob die Wichtigkeit des Engagements für diese Thematik hervor. Kritischen Stimmen entgegnete er, dass die politischen Mehrheitsverhältnisse leider nicht für alle Wünsche ausreichten, so dass er auch nur eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten habe.

Das Gespräch mit Ministerpräsident Albig zeigte, wie wichtig die Unterstützung der Politiker durch die Proteste auf der Straße ist. Die Fukushima Mahnwache Schönberg bittet daher darum, schon jetzt den 26. April im Terminkalender zu vermerken, um mit nach Brokdorf zu kommen. Dort findet zum 28. Jahrestag von Tschernobyl eine Protest- und Kulturmeile statt. Zu dieser Veranstaltung fahren von Schönberg (Großparkplatz um 8.30 Uhr) und Kiel (Wilhelmplatz 9.30 Uhr) Busse zum Preis von 10 €. Kartenbestellungen per Telefon: Zorn 04303-442, nähere Informationen http://akw-brokdorf-abschalten.de

Hans Zorn.

Zuletzt geändert am: Mar 31 2014 um 1:05 PM

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