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Rostige Atommüllfässer

Veröffentlicht von Hans (hans) am Mar 13 2012
News >> Schleswig Holstein

Kiel, den 7. März 2012

* Rostige Atommüllfässer auf dem Gelände des AKW Brunsbüttel
* ROBIN WOOD kritisiert Vattenfall für gefährliche Schlamperei im Umgang mit
Atommüll

Die Atomaufsicht Schleswig-Holstein hat die Umlagerung von Atommüllfässern
in Gusscontainer auf dem Gelände des Atomkraftwerks Brunsbüttel gestoppt,
weil verrostete Fässer gefunden wurden. Das teilte der zuständige
Justizminister Emil Schmalfuß heute Mittag auf einer Pressekonferenz in Kiel
mit. Auf dem Gelände des von Vattenfall betriebenen und inzwischen still
gelegten Atomkraftwerks lagern rund 500 Fässer mit schwach- und
mittelradioaktiven Abfällen.

„Vattenfall bleibt seiner Linie der Geheimhaltung und Vertuschung treu.
Erst über den TÜV erfuhr die zuständige Atomaufsicht, dass im AKW verrostete
Atommüllfässer gefunden wurden“, kommentiert ROBIN WOOD-Energiereferent Dirk
Seifert. „Die bisher vorliegenden Hinweise lassen die Vermutung zu, dass
zahlreiche der 500 Fässer betroffen sein könnten. Das würde insbesondere für
die MitarbeiterInnen in dem AKW das Risiko einer erhöhten Strahlenbelastung
bedeuten.“

Ähnliche Rost-Probleme könnten auch an Atommüllfässern an anderen
AKW-Standorten auftreten. Allein deshalb hätte Vattenfall umgehend die
Atomaufsicht informieren und eine bundesweite Überprüfung ermöglichen
müssen.

Der Rost an den Atommüllfässern in Brunsbüttel ist ein Beleg dafür, dass
selbst grundlegende technische Probleme der Lagerung von Atommüll nicht
beherrscht werden.

Bereits 1988 war es zu einem bundesweit beachteten Skandal gekommen, als so
genannte „Blähfässer“ im Fasslager Gorleben entdeckt wurden. Im Innern der
Atommüllfässer war es zu Gasbildung und einem erhöhten Innendruck gekommen.
Dadurch hätten die Fässer aufplatzen können.

Kontakt:
Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21, energie(at)robinwood(dot)de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood(dot)de


Zuletzt geändert am: Jul 27 2017 um 11:06 AM

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